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Kegelspielradweg Radweg auf Raubritter Spuren

Der Ritterfamilie von Haune auf den Spuren von Bimbel nach Burghaun

Über Jahrzehnte hinweg verband eine Bahnstrecke die Menschen in der Vorderrhön zwischen Hünfeld und Wenigentaft. Heute führt auf der alten Trasse der Bimbel ein besonderer Radwanderweg zu den Gemeinden Hünfeld, Burghaun, Eiterfeld und Rasdorf – der Kegelspielradweg. Entlang der Strecke finden sich Granitsteine, in die insgesamt 22 Texte in verschiedenen Mundarten der Rhön verewigt sind. Die Bezeichnung Kegelspiel wurde dem Namen der Region der hessischen Kuppenrhön entnommen, in der die Gemeinden liegen: dem Hessischen Kegelspiel. Die Basaltkegel – neun an der Zahl – bilden, wenn man sie aus der Vogelperspektive betrachtet, eine Formation, die an eine Rosette erinnert.

Wer den Kegelspielradweg fährt wird historisches viel sehen

Wer auf dem Kegelspielradweg mit dem Fahrrad unterwegs ist, sollte unbedingt in der Marktgemeinde Burghaun Station machen. Ihren Namen hat die Gemeinde von dem Fluss Haune und der Ritterfamilie von Haune, die hier ihren Stammsitz hatten. Die Ritter deren zu Haune hatten ihre Streitigkeiten mit den Fürstäbten zu Fulda. Ein Umstand, der ihnen den zweifelhaften Ruf von Raubrittern einbrachte. Erstmals urkundlich im Jahre 1262 erwähnt, dürfte die wahre Gründung der Gemeinde bereits im 9. Jahrhundert erfolgt sein. Früher war Burghaun von einer Stadtmauer umgeben, von der heute nur noch wenige Reste zu sehen sind. Dafür aber das Torhaus aus dem 14. Jahrhundert, das einst den einzigen Zugang zum Ort darstellte. In der Vergangenheit und heute bildeten das Schloss und das Herrenhaus von Burghaun das Zentrum des Ortes. Bis 1628 Stammsitz der Familie von Hune und im Anschluss bis 1692 der Familie von Schenk, ist das Gebäude heute Sitz der Gemeindeverwaltung.

Burghaun ist eine Marktgemeinde mit historischem Flair

Wer sich die Marktgemeinde systematischer ansehen möchte, sollte den eigens angelegten Rundgang durch das historische Burghaun nutzen. Standesgemäß beginnt dieser am Marktplatz und führt zunächst über das Torhaus und die Stadtmühle zur Burgmauer. Bevor es zur eigentlichen Burganlage geht, sollte der Burgkeller mit einer Besichtigung bedacht werden. Hier wurde im Jahr 1687 eine Kapelle eingerichtet. Auf dem weiteren Weg warten zahlreiche historische Gebäude darauf, besichtigt und bestaunt zu werden, bevor mit der Katholischen Kirche der Endpunkt des Rundganges erreicht wird. Diese steht übrigens auf dem zugeschütteten Kellergewölbe des alten Stammsitzes derer von Haun. Der Kegelspielradweg ist gesamt 27 Kilometern und lässt sich mit jedem Cityfahrrad bestreiten und ist ideal für Familien